Erkrankungen der Venen
Venenleiden und Krampfadern an den Beinen (Varikosis)
Diagnostik und Therapie der Varikose der Beinvenen sind ein wichtiger Schwerpunkt unserer Klinik. Unsere apparative Diagnostik ( Link: Angiologischer Bereich, OÄ Privatdozentin Dr. med. A. Strölin und Mitarbeiter ) wird laufend wissenschaftlich überprüft und ist auf dem modernsten Stand. Die Therapie ist meist operativ mit minimal invasiven Methoden, immer in Kombination mit einer genauen Diagnostik mit Hilfe der modernen Duplexsonsografie (Suchkriterium). Das erlaubt gezieltes und schonendes Vorgehen. Einen Fortschritt bedeutet das Kryostripping (Suchkriterium) , das die Entfernung der Venen von innen von der Leiste her ohne Zusatzschnitt am Bein erlaubt. Prof. Breuninger entwickelte dafür eine spezielle Sonde mit flexibler Spitze, damit die Sonde den richtigen Weg finden kann (" Tübinger Schwänzchen ") ( Link: Forschungsgebiete ). Die Art der Betäubung kann gewählt werden. Wir bieten die automatisierte Tumeszenzlokalanästhesie (Link: Auto-TLA ) und Voll- bzw. Teilnarkose an. Die Operationen finden teils ambulant, teils stationär statt. Weitere Information zur Operation über OP-Aufklärung Venenstripping ( Link) und OP-Aufklärung ambulantes Venenstripping ( Link),
Die Ergebnisse der Venenoperationen werden kontrolliert und anonym ausgewertet. Statistisch gesehen übertreffen unsere Operationsergebnisse die bei der Voruntersuchung vorhergesagten Werte. Neuerdings werden Verfahren angeboten, die vom Unterschenkel her mit einer Sonde die Venen unter Duplexkontrolle veröden, entweder mittels Radiowellen oder durch Laser. Dabei bleibt jedoch die undichte Venenmündung stehen. Wir lehnen dieses Verfahren ab, da wir viel Erfahrung mit Patienten haben, die auswärts ungenügend vorbehandelt wurden. Aus der noch undichten Mündung bilden sich häufig wieder erneut Varizen, die dann doch operiert werden müssen.
Prof. Breuninger entwickelt derzeit mit der Industrie eine Sonde, die mit Hochfrequenzstrom arbeitet, um dann von der Mündung her die Vene gezielt veröden zu können. Das erspart das Herausziehen der Vene. Die Hochfrequenztechnik hat gegenüber den Radiowellen oder dem Laser den Vorteil, dass die Verödung computergesteuert genau nach der individuellen Gewebsbeschaffenheit erfolgen kann, sozusagen nicht zu viel und nicht zu wenig. Wie gesagt, die Venenmündung wird bei uns dabei trotzdem exakt dauerhaft verschlossen. Der Schnitt in der Leiste ist später unsichtbar.
venösen Ulzera
(offene Beine, chronische Wunden, Geschwüre)
Besonders effektive Konzepte haben wir für die chronischen venösen Ulzera entwickelt. Innerhalb dieses Konzeptes werden alle notwendigen Veneneingriffe, die zur Verbesserung des Blutflusses beitragen, durchgeführt. Dies ist für einen dauerhaften Erfolg wesentlich. Das Geschwür wird dann, wenn sinnvoll, operativ bis zur gesunden gut durchbluteten Schicht des Beines abgetragen und sofort vollständig durch eine sehr dünne komplette Eigenhautverpflanzung geschlossen. Der Vorteil der in dünner Schicht entnommenen Haut ist die geringe Narbenbildung an der Entnahmestelle und die Vollwertigkeit der Haut (Oberflächenepithel mit Zellen zur Immunabwehr und Lederhaut). Die Heilungsaussichten sind dadurch außerordentlich hoch, wenn auch nicht hundertprozentig, höher jedoch als bei bisher verfügbarer gezüchteter Haut. Bei gezüchteter Haut erhält der Patient nur Oberflächenzellen ohne Zellen zur Immunabwehr und ohne Lederhaut, was meist für eine Heilung nicht ausreicht. Weitere Information zur Operation über OP-Aufklärung Ulkus kruris.
Zudem werden alle modernen nicht operativen Verfahren eingesetzt ( Link: Angiologischer Bereich, Privatdozentin OÄ Dr. med. A. Strölin und Mitarbeiter ). Darüber hinaus sind wir auch personell mit dem Gefässzentrum des Universitätsklinikums Tübingen verbunden.


